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www.lgrb-bw.de | 09.12.2018
LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU

Beratung und Dienstleistungen

Themenschwerpunkte

Bodenkundliche Beratung ist der Transformator für aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der regen landesweiten Bodenforschung in nutzbringende praktische Anwendungen vor Ort. Die Aufgabe beinhaltet vor allem die Bereitstellung und Auswertung von Punkt- und Flächeninformationen zu folgenden Fragestellungen:


  • Grundwasserschutz
  • Bewertung von Böden und Deckschichten bezüglich ihrer Schutzfunktion als Grundwasserüberdeckung
  • Beweissicherung der Kennwerte des Bodenwasserhaushalts bei Eingriffen in das Grundwasser
  • Bodenschutz
  • Naturschutz
  • Landes- und Regionalplanung
  • standortgerechte Bodennutzung
  • Rekultivierung für land- und forstwirtschaftliche Folgenutzungssysteme
  • Eignung von Böden für Erdbestaltungen und ökologische Aspekte im Friedhofswesen
  • standortgerechte Melioration, insbesondere zu Be- und Entwässerungsmaßnahmen
  • Rückführung von Niederschlagswasser versiegelter Flächen in den Wasserkreislauf über eine filternde Bodenpassage
  • methodengestützte Auswertung als Auftragsarbeit zur Ermittlung von Bodenkennwerten, Grundwasserneubildung mit thematischer Kartendarstellung
  • Feldbodenkundliche Untersuchungen
  • Laboruntersuchungen bodenphysikalischer und bodenchemischer Kennwerte
  • Allgemeine Bodeninformationen (Beispielkarte aus dem Bereich Affental)



Bodenkundliche Untersuchungen in Wasserschutzgebieten

Bodenkundliche Untersuchungen in Wasserschutzgebieten sind ein wesentlicher Beitrag zur langfristigen Qualitätssicherung bei der Förderung von Grund- und Quellwasser. Befrachtungen des Sickerwassers mit Schadstoffen bei der Passage des Oberbodens, z. B. mit Nitrat und Pflanzenschutzmittel, können die Grundwasserqualität nachhaltig beeinträchtigen. In Abhängigkeit von Bodenkennwerten und den örtlichen klimatischen Verhältnissen kann für jedes Einzugsgebiet eines Brunnens oder einer Quelle ein flächendifferenziertes standörtliches Verlagerungsrisiko für gelöste Stoffe im Boden berechnet werden.

 

Beispielkarte aus dem Main-Tauber-Kreis 


In der weiteren Verknüpfung mit Bodennutzungsdaten können auch Stickstoffbilanzen der Einträge ins Grundwasser erstellt werden. Sie sind die Basisinformation für Sanierungskonzepte zur Reduzierung der Nitratgehalte im Grundwasser. Der Zeitraum zwischen einer eingeleiteten Sanierungsmaßnahme und den zu beobachtenden Veränderungen in der Grundwasserqualität kann über die aus der Transportgeschwindigkeit und der Mächtigkeit der ungesättigten Zone abgeschätzt werden.

 

Beratungsschwerpunte in Wasserschutzgebieten der vergangenen Jahre:


  • Erstellung von Sanierungsplänen mit Flächen- und Stickstoffmanagement
  • Erarbeitung von langfristigen Konzepten zur Bodennutzung
  • Bewertung des standörtlichen Verlagerungsrisikos in Karten zur Potentiellen Nitratauswaschungsgefahr
  • Großmaßstäbliche Bodenkundliche Kartierungen



Bodenkundliche Stellungnahmen zu Planungsverfahren

Umfangreiche bodenkundliche Archivunterlagen bilden die Basisinformation für Stellungnahmen zu folgenden Planungsverfahren in der Funktion als Träger öffentlicher Belange:


  • Regionalplan
  • Flächennutzungs- und Landschaftsplan
  • Bebauungspläne aller Art
  • Abbauanträge für Rohstoffaufnahme mit anschließender Rekultivierung
  • Ausweisung von Naturschutzgebieten
  • Ausweisung von Naturdenkmalen
  • Flurbereinigungsverfahren
  • Anlage von Friedhöfen mit Erdbestaltung
  • Anlagen zur Versickerung des Niederschlagswassers von versiegelten Flächen
  • Verkehrswegeplanung