Loading ...
www.lgrb-bw.de | 23.09.2017
LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU

Neuigkeiten zum Informationssystem Oberflächennahe Geothermie für Baden-Württemberg (ISONG)

22. April 2016: Erweiterung des Informationsangebotes von ISONG, Aktualisierung bestehender Themenlayer

Erweiterung des Informationsangebotes


In der Erweiterten Version von ISONG (registrierungspflichtig) wird bei der Standortbeurteilung einer geplanten Erdwärmesonde der Untergrund bis 400 m Tiefe anhand einer zweiten prognostischen Profilsäule in Grundwasserleiter und –geringleiter gegliedert. Dazu wurde das zugrunde liegende geologische 3D-Modell des Untergrundes im Bereich des Schichtstufenlandes verfeinert, um die wichtigsten Grundwasserleiter abzubilden. Die Kenntnis über die Gliederung in Grundwasserleiter und -geringleiter dient dazu, schon bei der Planung die erforderlichen Maßnahmen vorzusehen, die beim Bau von Erdwärmesonden einen unkontrollierten artesischen oder einen stockwerksübergreifenden Grundwasserfluss ausschließen und eine dauerhaft dichte Ringraumhinterfüllung sicherstellen (siehe "Leitlinien Qualitätssicherung Erdwärmesonden" des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg). Dies ist zum Schutz des Grundwassers, aber auch des Bauherrn notwendig und vermeidet spätere Schäden. Im Vorfeld eines Erdwärmesondenvorhabens kann bereits eine erste Einschätzung erfolgen, ob am geplanten Bohrpunkt schwierige hydrogeologische Verhältnisse vorliegen und eine Überwachung durch eine(n) unabhängige(n) Sachverständige(n) erfolgen muss. In der Standardversion von ISONG (frei zugänglich) ist die Gliederung des Untergrundes in Grundwasserleiter und –geringleiter nicht beinhaltet. Alle verfügbaren Informationen der Standardversion basieren ebenfalls auf dem verfeinerten geologischen 3D-Untergrundmodell.

 

Aktualisierung bestehender Themenlayer


  • Begrenzung der Bohrtiefe: Die bereits bestehenden Bohrtiefenbegrenzungen wurden um eine Bohrtiefenbegrenzung auf die Basis der Grabfeld-Formation (früher Gipskeuper-Formation) ergänzt. In der Grabfeld-Formation, sowie darunter im Unterkeuper und dem Oberen Muschelkalk sind häufig eigenständige Grundwasserstockwerke mit stark unterschiedlichen Druckpotenzialen entwickelt. Dies führte in der Vergangenheit wiederholt zu Schadensfällen. Um Schadensfälle zukünftig zu vermeiden und die Trennung der Grundwasserstockwerke zu erhalten, darf die Basis der Grabfeld-Formation nicht durchbohrt werden. Diese Bohrtiefenbegrenzung ist seit 2015 Bestandteil der „Leitlinien Qualitätssicherung Erdwärmesonden“ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und wird nun auch in ISONG abgebildet.
  • Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert, aufgehobene wurden entfernt.

Teilbereiche von ISONG

4. März 2015: Erweiterung des Bearbeitungsgebiets (Flächendeckung), Aktualisierung bereits bearbeiteter Gebiete

Der Teilbereich Nordosten des Landes wurde im März 2015 neu integriert. Damit liegt ISONG nun landesweit flächendeckend vor. Die Datensätze der bereits bestehenden Bereiche wurden aktualisiert.

Neu integrierter Teilbereich Nordosten des Landes

Der neu integrierte Teilbereich „Nordosten des Landes“ wird gebildet von den baden-württembergischen Teilen des Odenwalds und des Schichtstufenlands vom Rand des Oberrheingrabens bis zum Rand der Schwäbischen Alb. Im Randbereich des Oberrheingrabens, im westlichen Kraichgau und im Bereich des Nördlinger Rieses konnte aufgrund der komplexen geologischen Situation kein geologisches 3D-Modell erstellt werden. Dort basieren die Hinweise auf Bohrrisiken auf den Informationen der geologischen Karte und der zu erwartenden geologischen Schichtenfolge. Bei Quartärüberdeckung und unbekanntem geologischem Untergrund wird auf alle möglicherweise vorhandenen Bohrrisiken verwiesen.

•    Begrenzung der Bohrtiefe: Neben Bohrtiefenbegrenzungen aufgrund von möglichen Steinsalzvorkommen des Mittleren Muschelkalks bestehen weitere großräumige Bohrtiefenbegrenzungen im äußersten Nordosten (Teile der Landkreise Main-Tauber-Kreis, Hohenlohekreis und Schwäbisch Hall) zum Schutz von oberflächennahen Grundwasservorkommen vor aufsteigendem hoch mineralisiertem Grundwasser aus dem Buntsandstein. Eine weitere Bohrtiefenbegrenzung zum Schutz bedeutender, vielfältig genutzter Mineralwasservorkommen im Angulatensandstein, Eisensandstein und Wedelsandstein findet sich im Bereich des Filstals (südlich von Göppingen). Diese Mineralwässer weisen zum Teil sehr hohe Gehalte an Kohlendioxid auf.
•    Begrenzung der Bohrtiefe auf Top Haßmersheim-Schichten: Es bestehen großräumig Bohrtiefenbegrenzungen auf Top Haßmersheim-Schichten, da diese den Oberen Muschelkalk in unterschiedliche Grundwasserstockwerke unterteilen können.

Aktualisierung bestehender Bereiche

•    Artesisch gespanntes Grundwasser: Die Bereiche, in denen das Grundwasser möglicherweise artesisch gespannt ist, wurden präzisiert und aufgrund neuerer Bohrbefunde angepasst.
•    Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert, aufgehobene wurden entfernt

21. Dezember 2012: Erweiterung des Bearbeitungsgebiets, Aktualisierung bereits bearbeiteter Gebiete

Der Teilbereich „Südwesten des Landes“ wurde im Dezember 2012 neu integriert. Die Teilbereiche „Schichtstufenland / zentraler Landesteil“, „Schwäbische Alb / Alpenvorland“ und „Oberrheingraben“ wurden aktualisiert.

Neu integrierter Teilbereich „Südwesten des Landes“

Bei dem neu integrierten Teilbereich „"Südwesten" des Landes“ handelt es sich um Randschollen des Oberrheingrabens, den Schwarzwald, das Hochrheingebiet und das südliche Schichtstufenland. In den Randschollen des Oberrheingrabens und im Bereich des Dinkelbergs konnte aufgrund der komplexen geologischen Situation kein geologisches 3D-Modell erstellt werden. Dort basieren die Hinweise auf Bohrrisiken auf den Informationen aus der geologischen Karte und der prinzipiell zu erwartenden geologischen Schichtenfolge. Bei Quartärüberdeckung und unbekanntem geologischem Untergrund wird auf alle möglicherweise vorhandenen Bohrrisiken verwiesen.

Aktualisierung speziell im Bereich „Schichtstufenland / Zentraler Landesteil“
  • Geologisches 3D-Modell: Im geologischen 3D-Modell wurde eine Grenze zwischen zwei Einheiten des Muschelkalks verändert. Aus den bislang vorhandenen beiden Einheiten „Mittlerer Muschelkalk (Heilbronn-Formation)“ und „Mittlerer Muschelkalk (Karlstadt-Formation) bis Unterer Muschelkalk“ wurden die beiden Einheiten „Mittlerer Muschelkalk (Heilbronn-Formation bis Karlstadt-Formation)“ und „Unterer Muschelkalk“.
  • Gasaustritte: Am gewählten Bohrpunkt wird in der Detailausgabe unter Ziffer III.5 auf Gasaustritte, differenziert nach Kohlendioxid und Erdgas hingewiesen, entsprechende Kartenthemen sind nicht vorhanden. In Gebieten mit bekannten Kohlendioxid-Vorkommen, in denen über dem Bezugshorizont Bohrtiefenbegrenzungen bestehen, und in denen keine Hinweise auf Kohlendioxid in jüngeren Einheiten vorliegen, wird künftig kein Warnhinweis mehr auf Kohlendioxid gegeben. Des Weiteren wird in Gebieten mit bekannten Kohlendioxid-Vorkommen der Bezugshorizont benannt, falls dieser unter Überdeckung liegt und es keine Hinweise auf Kohlendioxid in jüngeren Einheiten gibt.

Aktualisierung speziell im Bereich „"Oberrheingraben"

  • Artesisch gespanntes Grundwasser: Am gewählten Bohrpunkt wird in der Detailausgabe unter Ziffer III.6 auf artesisch gespanntes Grundwasser hingewiesen, ein entsprechendes Kartenthema ist ebenfalls vorhanden. Im Oberrheingraben sind im Kartenthema alle Bereiche dargestellt, in denen unterhalb der Basis des Quartär bzw. der Iffezheim-Formation artesisch gespanntes Grundwasser möglich ist. In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt erfolgt künftig nur dann ein Warnhinweis, wenn bis in diese Tiefe gebohrt werden darf, das heißt, keine Bohrtiefenbegrenzung darüber vorhanden ist. Der Warnhinweis wird in diesen Bereichen präzisiert und lautet künftig „Artesisch gespanntes Grundwasser unterhalb der Basis des Quartär bzw. der Iffezheim-Formation möglich“.

Allgemeine Ergänzungen

  • Artesisch gespanntes Grundwasser: Die Bereiche, in denen artesisch gespanntes Grundwasser möglich ist, wurden aufgrund neuerer Bohrbefunde erweitert.
  • Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert, aufgehobene Schutzgebiete wurden entfernt.
  • Die stratigraphische Ansprache der geologischen Einheiten erfolgt künftig nach dem neuen Symbolschlüssel Geologie für Baden-Württemberg, der vom LGRB im September 2011 veröffentlicht wurde. Gleichzeitig werden ältere stratigraphische Bezeichnungen mitgeführt (z.B. Grabfeld-Formation, früher Gipskeuper-Formation).

10. Mai 2012: Aktualisierung bereits bearbeiteter Gebiete

Speziell im Bereich „Schichtstufenland / Zentraler Landesteil“
  • Hinweis auf Bohrrisiken wegen sulfathaltigen Gesteins ab Top Bunte Mergel: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird der Warnhinweis auf bohr- und ausbautechnische Schwierigkeiten und/oder Baugrundschäden wegen sulfathaltigen Gesteins (Ziffer III.3) nicht mehr für das gesamte Schichtenpaket Oberkeuper bis Schilfsandstein-Formation gegeben, sondern nur noch für die Schichten Bunte Mergel-Formation bis Schilfsandstein-Formation. Ein Abbruch der Bohrung(en) ist entsprechend beim ersten Auftreten von Gips oder Anhydrit im Bohrgut unterhalb des Top Bunte Mergel-Formation erforderlich. Bohrungen, die in die Bunte Mergel-Formation eindringen, sind vor Ort durch eine(n) in der regionalen Geologie erfahrene(n) Geowissenschaftler(in) zu betreuen. Die Tiefenlage des Top Bunte Mergel-Formation wurde erarbeitet, in ISONG integriert und wird unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags unter Ziffer III.3 angegeben.
  • Bohransatzpunkt in der Gipskeuper-Formation: Setzt ein gewählter Bohrpunkt in der Gipskeuper-Formation an, so wird in der Ausgabe unter Ziffer IV folgender Hinweis gegeben: „In vergleichbaren geologischen Verhältnissen (Ansatzpunkt in der Gipskeuper-Formation, Bohrung in den Oberen Muschelkalk) kam es in den letzten Jahren zu mehreren, teilweise großräumigen Baugrundschäden, die insbesondere durch ein Misslingen der Ringraumabdichtung bedingt waren.
  • Gasführung im Untergrund: In der standortbezogenen textlichen Ausgabe wird für einen gewählten Bohrpunkt im Albvorland nur noch im Verbreitungsgebiet der Posidonienschiefer-Formation und nicht mehr im Verbreitungsgebiet des gesamten Unterjura auf entsprechende Bohrrisiken hingewiesen.
Allgemeine Ergänzungen
  • Geotechnische Risiken in rutschgefährdeten Gebieten: Liegt der gewählte Bohrpunkt in einem rutschungsgefährdeten Bereich, für den nach dem Geologischen Kartenwerk des LGRB konkrete Hinweise auf bereits stattgefundene Massenbewegungen gegeben sind, wird in der Ausgabe unter Ziffer IV der ansonsten erscheinende allgemeine Warnhinweis zu rutschgefährdeten Gebieten durch folgenden ersetzt: „Das Planungsgebiet liegt nach dem Geologischen Kartenwerk des LGRB innerhalb eines rutschungsgefährdeten Bereiches. Selbst bei relativ geringen Eingriffen in das Hanggleichgewicht kann es zu Instabilitäten im Hang kommen, die sich nicht auf die unmittelbare Umgebung des Planungsgebietes beschränken müssen. Voraussichtlich ist im Vorfeld der Bohrung(en) die Stellungnahme eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen (Sachgebiet: Ingenieurgeologie oder Baugrund- und Bodenmechanik) vorzulegen. Darin müssen eventuelle Auswirkungen der Bohrmaßnahme (z. B. durch die Bohrplatzeinrichtung, den Verlust von Bohrspülung etc.), auch unter Berücksichtigung der umliegenden Bebauung, beurteilt werden. Auf spätere Schäden an der Erdwärmesonde durch Abscheren infolge von möglichen Kriechbewegungen wird hingewiesen.“
  • Bohrrisiken wegen Karsthohlräumen: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird wie bislang in den Karbonatgesteinen nun auch in der Gipskeuper-Formation und in der Salinar-Formation des Mittleren Muschelkalk auf entsprechende Bohrrisiken des Gipskarstes hingewiesen.



4. März 2011: Aktualisierung bereits bearbeiteter Gebiete in ISONG

Allgemeine Ergänzungen
  • Artesische Grundwasserverhältnisse: Die Bereiche, in denen artesisch gespanntes Grundwasser möglich ist, wurden aufgrund neuerer Bohrbefunde erweitert.
  • Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert.
  • In Nahbereichen von Mineralwasser- oder anderen sensiblen Grundwassernutzungen ohne abgegrenzte Zustrombereiche, staatlich anerkannten Heilquellen ohne Schutzgebiet und öffentlich genutzten Grundwasserfassungen mit hydrogeologischer Sondersituation ohne ausreichenden Schutz durch ein Schutzgebiet sind Erdwärmesondenbohrungen nicht erlaubt, solange nicht nachgewiesen ist, dass die Grundwasserfassungen durch die Bohrungen nicht beeinträchtigt werden.
  • Standortbezogene Bohrrisiken: Formulierungen wurden präzisiert.
  • Standortbezogene Bohrrisiken: Tiefenlagen, ab denen die Bohrrisiken zu erwarten sind, wurden ergänzt.
  • Bohr-, ausbau- oder geotechnische Schwierigkeiten wegen sulfathaltigen Gesteins: Bei der Tiefenlage des Top Salinar Mittlerer Muschelkalk wird ein Sicherheitszuschlag berücksichtigt.
Speziell im Bereich „Schichtstufenland / Zentraler Landesteil“
  • Begrenzung der Bohrtiefe auf Top Haßmersheim-Schichten: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird bei der Tiefenlage der Haßmersheim-Schichten ein Sicherheitszuschlag berücksichtigt.
  • Gasführung im Untergrund: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird im Verbreitungsgebiet des Unterjuras auf entsprechende Bohrrisiken hingewiesen.
Speziell im Bereich „Oberrheingraben“
  • Hinweise auf Bohrrisiken wegen Unsicherheiten über die Gesteinsabfolge unter dem Quartär: Unterhalb des Quartärs wird grundsätzlich auf die Bohrrisiken im Bezug auf Karsthohlräume, sulfathaltiges Gestein, zementangreifendes Grundwasser und Gasführung hingewiesen. Die Tiefenlage der Quartärbasis wird unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags angegeben. Bei Bohrungen unter die Quartärbasis ist die fachtechnische Vor-Ort Betreuung durch eine(n) in der regionalen Geologie erfahrene(n) Geologen(in) erforderlich.
  • Gasführung in Randschollen: In den östlich an den Oberrheingraben anschließenden Randschollen wird bereichsweise auf entsprechende Bohrrisiken hingewiesen.
  • Begrenzung der Bohrtiefe:  Innerhalb der Freiburger Bucht sind die Bohrtiefenbegrenzungen so gestaltet, dass nicht in den jeweils genutzten bzw. potenziell nutzbaren Grundwasserleiter hineingebohrt wird.
Speziell im Bereich „Schwäbische Alb / Alpenvorland“
  • Störungen: Im Nahbereich von Störungen (beidseitig 100m) wird auf die Unsicherheit der prognostizierten Gesteinsabfolge hingewiesen. Im Bereich Schwäbische Alb / Alpenvorland reichen die dargestellten Störungen teilweise nicht bis zur Geländeoberfläche, sondern sind erst in tieferen geologischen Einheiten vorhanden. In deren Nahbereich wird angegeben, ab welcher geologischen Einheit die prognostizierte Gesteinsabfolge unsicher ist.
  • Gasführung im Untergrund: Über dem möglicherweise gasführenden Tertiär in Oberschwaben ist bereichsweise mächtiges Quartär abgelagert. In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird bei den entsprechenden Bohrrisiken die Tiefenlage der Quartärbasis unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags angegeben.


29. September 2009: Erweiterung des Bearbeitungsgebiets, Aktualisierung in bereits bearbeiteten Gebieten

Der Teilbereich „Schichtstufenland / zentraler Landesteil“ wurde im September 2009 neu integriert. Die Teilbereiche „Oberrheingraben“ und  „Schwäbische Alb / Alpenvorland“ wurden überarbeitet.

Ergänzungen von ISONG in den Teilbereichen „Oberrheingraben“ und  „Schwäbische Alb / Alpenvorland“:
  1. Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert.
  2. Störungen: Im Nahbereich von Störungen (beidseitig 100 m) wird bei der Ausgabe der Hinweis gegeben: „Der gewählte Bohrpunkt liegt im Nahbereich einer Störung. Die Gesteinsabfolge kann deshalb erheblich vom prognostischen Bohrprofil abweichen“.
  3. Kartenthema: „Sensible Grundwassernutzungen“ wurden umbenannt zu: „Mineralwasser- und andere sensible Grundwassernutzungen“. 
  4. Die Erläuterungen wurden den Ergänzungen angepasst.
Speziell im Bereich „Oberrheingraben“:
  1. Geologisches Modell: Die Einheit Impressamergel (ox1) bis Schilfsandstein (km2) wurde weiter unterteilt in Impressamergel (ox1) bis Variansmergel (btv), in Hauptrogenstein (bjHR) und in Ostreenkalk (bj2) bis Schilfsandstein (km2). Damit sind Verbreitung und Raumlage des potenziell verkarsteten Hauptrogensteins ersicht-lich.
  2. Warnhinweis im Tertiär: „Die Gesteine des Tertiärs können sulfathaltig sein. Dies kann zu bohr-, ausbau- oder geotechnischen Schwierigkeiten führen; betonangreifendes Grundwasser möglich“. 
  3. Genereller Hinweis: „Aufgrund der komplexen tektonischen Situation im Oberrheingraben kann die Festgesteinsabfolge erheblich vom prognostischen Bohrprofil abweichen“.
  4. Hinweis wegen Unsicherheiten über die Gesteinsabfolge unter dem Quartär: Unter dem Quartär (die Tiefenlage wird angegeben) sind bohr-, ausbau- oder geotechnischen Schwierigkeiten wegen sulfathaltigem Gestein möglich. Eine Betreuung ab der Quartärbasis durch eine(n) in der regionalen Geologie erfahrene(n) Geologen(in) ist dringend erforderlich. Zusätzlicher Hinweis: Bei Bohrtiefen unter das Quartär ist betonangreifendes Grundwasser zu erwarten und sulfatbeständiger Zement ist zu verwenden.
  5. Artesische Grundwasserverhältnisse: Im Kaiserstuhl und im nördlichen Ober-rheingraben wurden zusätzliche Bereiche aufgenommen.
Speziell im Bereich „Schwäbische Alb / Alpenvorland“:
  1. Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: In Zonen IIIB von Schutzgebieten, in denen Tertiär-Überdeckung über dem genutzten Aquifer des Oberjura liegt, sind Erdwärmesonden bis zur Basis der Überdeckung aus hydrogeologischer Sicht möglich. Entsprechende Bohrtiefenbeschränkungen werden angezeigt.