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www.lgrb-bw.de | 09.12.2018
LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU

Ingenieurgeologische Landesaufnahme

Die Ingenieurgeologische Landesaufnahme ist aufgrund der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ein Aufgabenschwerpunkt des Referats 95 im LGRB. Die Umsetzung dieser Aufgabe erfolgt durch die Dokumentation und wissenschaftliche Bearbeitung ingenieurgeologisch relevanter Punkt-, Flächen- und Raumdaten sowie durch die Fertigung von Baugrundkarten.

 

Schichtenverzeichnisse von Baugrundaufschlüssen werden landesweit erhoben, geprüft und zentral erfaßt. Auf der Grundlage des Lagerstättengesetzes vom 2. März 1974 gilt dies auch für relevante Daten bei Planungsträgern, Behörden, Bohrfirmen und Ingenieurbüros. Diese Daten stehen jedem Interessenten als Dienstleistung des Arbeitsbereichs Ingenieurgeologische Landesaufnahme zur Verfügung. Profilsäulen mit Kurz- oder Langtext liegen zunehmend auch in strukturierter digitaler Form vor.

 

Baugrundkarten sind vorerst nur für Ballungsräume geplant. Sie ergänzen dort die üblichen geologischen Karten, da sie auf der Grundlage detaillierter Stadtkarten die Eignung der quartären Deckschichten als Baugrund präziser darstellen. Sie bieten den Verantwortlichen für Planung und Ausführung im Hoch- und Tiefbau mehr Informationen, ohne zusätzliche Erkundungen zu ersetzen. Mit der GIS-Technologie werden in diesen Spezialkarten die Baugrundverhältnisse einschließlich der hydrogeologischen Gegebenheiten thematisch aufbereitet und als ingenieurgeologische Einheiten blattschnittfrei und maßstabsunabhängig dargestellt. Dies ermöglicht eine benutzerdefinierte Auswahl von Themen, wie dies am Beispiel eines Ausschnitts der Baugrundkarte Stuttgart für den Bereich des geplanten Fernbahnhofs gezeigt wird.

 

Nach regionalgeologischer Erfordernis können Flurabstandskarten für bautechnisch interessante Schichten sowie Grundwasserhorizonte und Strukturkarten hergestellt werden. Bereiche mit besonderen Risiken, wie sie in rutschgefährdeten Gebieten, Erdfallgebieten oder beim Auftreten von Böden mit besonderer Setzungs- oder Schwellgefährdung vorliegen, lassen sich kartenmäßig umgrenzen.