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www.lgrb-bw.de | 17.12.2018
LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU

Weitere Informationen zum Tag des Geotops 2011



Am Sonntag, den 18. September 2011



Was sind Geotope?

Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Als Dokumente der Erd- und Lebensgeschichte sind sie von besonderem Wert.


Weshalb ein Tag des Geotops?

Ziel ist, mit allgemein verständlichen Informationen in einen Dialog mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zu treten. Bundesweit werden Geotope vorgestellt. Hierbei sollen den Besuchern die Wechselwirkungen im System Erde näher gebracht werden, damit die Eingriffe des Menschen auf die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe im Zusammenhang verständlich werden. Darüber hinaus soll auch ein interdisziplinärer Dialog über andere gesellschaftsrelevante und ökologische Fragen des Schutzes und der Nutzung natürlicher Ressourcen angeregt werden.


Zielgruppen

Die breite Öffentlichkeit: Familien, Schüler und Jugendliche, Pädagogen, Journalisten, Politiker, Naturschützer und Naturschutzfachleute.


Welche Geotope können besichtigt werden?

Eingeladen wird im gesamten Bundesgebiet zum Besuch von geologisch und erdgeschichtlich herausragenden und sehenswerten Aufschlüssen, Landschaftsformen und Einzelbildungen.

Aufschlüsse sind von der Natur freigelegte oder durch den Menschen geschaffene Gesteinsanschnitte, in denen Strukturen anschaubar sind, die wesentliche Einblicke in die Bewegungsabläufe und Umformungsprozesse bei der Entwicklung der Erdkruste geben. An ihnen kann man Schichtungsmerkmale und interne Strukturen von Gesteinen oder Schichtfolgen erkennen, die Rückschlüsse auf Transport- und Ablagerungsprozesse, fossile biologische Aktivitäten sowie chemische und klimatische Prozesse gestatten. Sie sind Belege für geologische Zeitabschnitte, Ablagerungs- oder Bildungsvorgänge und Grundlagen für die Erforschung der Erdgeschichte und der Entwicklung des Lebens. Landschaftsformen und Einzelbildungen an der Erdoberfläche sind unter der Einwirkung von fließendem Wasser, Verwitterung, Schwerkraft, Wind oder durch chemische Lösungsvorgänge entstanden, wie Schichtstufen, Flussterrassen, Inselberge, Einzelfelsen, Muren, Kliffs, Dünen, Erdfälle, Dolinen und Karsthöhlen.

Auch die unter Einfluss von Klimaveränderungen in den Eiszeiten entstandenen Formen wie Endmoränen, Kames, Gletscherschliffe auf harten Gesteinsuntergründen, Findlinge, Gletschermühlen und Oser sind landschaftsformende Geotope.

Ebenso gehören Einschlagkrater von Meteoriten sowie durch vulkanische Aktivitäten oder das Eindringen von Magmen in die Erdkruste entstandene Landschaftsformen und Einzelbildungen zu diesen erdgeschichtlichen Zeugnissen, wie Riese, Vulkankegel, Vulkankrater, Maare und Basaltsäulen.

Für das Leben im System Erde haben örtlich begrenzte Austritte von Grundwasser wie Schicht-, Überlauf- und artesische Quellen, Karstquellen, Mineralquellen, Thermalquellen und Solequellen, eine herausragende Bedeutung. Deshalb werden am Tag des Geotop“ auch Quellen der Öffentlichkeit vorgestellt.


Welche geowissenschaftlichen Einrichtungen machen mit?

Geoparks, Geo-Museen, Geowissenschaftliche Vereinigungen, Heimatvereine, Universitätsinstitute, Geologische Wander- und -Lehrpfade, Besucherbergwerke, Betrieber von Schauhöhlen, Findlingsgärten, Gesteinsgärten, Moorgärten und anderen ähnlichen Einrichtungen.

Wissenschaftlich empfindliche Geotope, wie z. B. bestimmte bedeutsame Fossilienvorkommen, werden aber nicht in den Tag des Geotops einbezogen.


Wer erläutert die Geotope?

An jedem ausgesuchten Geotop werden Experten in der Regel von ca. 10 – 16 Uhr Erläuterungen oder Führungen sowie Informationsmaterial anbieten.


Anreise

Die Anreise zu den einzelnen Geotopen bleibt jedem Besucher individuell vorbehalten.