Regierungspräsidium Freiburg Landesamt für Geologie, Rohstoffe www.lgrb-bw.de | 22.01.2022
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Ursprünge im ehemaligen Landesteil Württemberg

1306  "Hauptgrundvertrag" der Salzsieder mit der Stadt Hall. Das Salz gehörte nach dortiger Auffassung nicht zum Bergregal. Diesen Standpunkt konnten die Haller Bürger bis zur Einführung des Württembergischen Berggesetzes 1874 verteidigen.
1365  Belehnung der Grafen von Helfenstein mit allen dort befindlichen Eisenwerken durch Kaiser Karl IV. Zu dieser Belehnung gehörte auch das Gewinnen der dort anstehenden Bohnerze (Eisenerze), die jedoch nicht unter das Bergregal fielen.
1575  Erster Entwurf einer Bergordnung für das Herzogtum Württemberg von Georg Gadner, abgeschlossen erst 1598.
1598  Aufkauf der verschiedenen Eisenwerke im Bereich Brenz und Kocher durch Herzog Friedrich I., so daß Württemberg Alleinbesitzer der dortigen Eisenindustrie wurde.
1709  Eine neugeschaffene Kommerzialdeputation des Oberrates übernimmt die Zuständigkeit in Bergsachen.
1745  Württembergische Bergämter in Christophstal und Alpirsbach.
1752  Oberbergamt Stuttgart mit Sitz in Herrenberg.
1806  "Königliches Bergwerks-, Salinen- und Münzdepartement" beim Finanzministerium.
1835  "Königlicher Bergrat" als obere württembergische Bergbehörde.
1874  Erlaß des Württembergischen Berggesetzes, das auf das Allgemeine Berggesetz für die preußischen Staaten von 1865 aufbaute. Damit waren Salz und Eisen endgültig dem Grundeigentum bzw. privaten Rechten entzogen worden. Nach Erlaß des Badischen Berggesetzes von 1890 bestanden in Baden, Württemberg und Hohenzollern bis auf wenige unterschiedliche Bestimmungen seither gleichlautende Berggesetze. 
1943  Bergamt Stuttgart wird Reichsbergamt, Reichsoberbergamt in Karlsruhe.
1944  Zerstörung des Reichsbergamts Stuttgart und Verlagerung nach Geislingen/Steige.