Regierungspräsidium Freiburg Landesamt für Geologie, Rohstoffe www.lgrb-bw.de | 29.11.2021
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Geologische Kartierung

Geologe beim Freilegen des
Oberen Parkinsoni-Ooliths im
Mitteljura bei Blumberg

Bei der Geologischen Kartierung werden die an der Erdoberfläche anstehenden Schichten und Gesteine systematisch erkundet und geologisch aufgenommen. Erforscht werden insbesondere ihre jeweilige


  • Art und Verbreitung,
  • lithologische und geochemische Beschaffenheit,
  • Entstehungsbedingungen,
  • Altersbeziehungen,
  • Fortsetzung in den tieferen Untergrund,
  • Lagerungsverhältnisse und
  • tektonischen Störungen.


Die Kartengrundlage ist aus dem landesweit verfügbaren, hochauflösenden digitalen Geländemodell (DGM) abgeleitet. Der Aufnahmemaßstab ist dabei grundsätzlich 1 : 10 000, um Gesteinsvorkommen, Strukturen und Befunde ("Geoobjekte") mit der erforderlichen Lagegenauigkeit erfassen und darstellen zu können.

 
Die bei der Kartierung aufzunehmenden und zu verarbeitenden Daten aus Beobachtungen und Messungen sind außerordentlich vielfältig und fallen in sehr großer Zahl an: beispielsweise zahlreiche Merkmale zur vollständigen petrographischen Beschreibung eines Gesteins, seines Gefüges und seiner Lagerung aus Gelände-, Labor- und Archivbefunden. Allein die Zahl der Geländepunkte, an denen bei der Kartierung direkte oder indirekte Daten und Informationen festzuhalten sind, liegt in der Größenordnung von 15 000 - 30 000 pro TK25-Blatt. Dazu kommen zahlreiche Laborbefunde zur geochemischen Charakterisierung der Gesteine in Form einer Bestandsaufnahme.

Ziel der geologischen Kartierung ist es, durch möglichst widerspruchsfreie Verknüpfung sämtlicher Befunde ein flächendeckendes, logisch aufgebautes und durch Sachdaten untermauertes Gesamtbild der abgegrenzten geologischen Einheiten sowie ihrer räumlichen und zeitlichen Abfolge zu erarbeiten, somit auch den tektonischen Bau aufzuklären und ein räumliches geologisches Modell des Untergrunds im Aufnahmegebiet zu gewinnen.

 

Derzeit in Bearbeitung ist der blattschnittfreie Geodatensatz der Integrierte Geowissenschaftliche Landesaufnahme (GeoLa). Dieser löst die analoge Geologische Karte von Baden-Württemberg 1 : 25 000 (GK25 u. GK 25v) ab, die seit 2012 flächendeckend vorliegt.