Regierungspräsidium Freiburg Landesamt für Geologie, Rohstoffe www.lgrb-bw.de | 26.06.2022
Logo LGRB

Markierungsversuche

Markierung mit dem Farbstoff Uranin,
hier exemplarisch bei einem Versuch
an der Steinlach in Tübingen.

Bei Markierungsversuchen wird das Grundwasser in der Regel mit einem Farbstoff markiert, der an der Eingabestelle ins Grundwasser eingespeist wird. Der Farbstoff wird mit dem Grundwasserstrom transportiert und kann an den Beobachtungsstellen mittels Laboranalysen von Wasserproben nachgewiesen werden.

 

Die zur Anwendung kommenden Farbstoffe werden in der Wasserwissenschaft routinemäßig als solche eingesetzt, sodass die Auswirkungen dieser Stoffe auf die Wasserqualität gut bekannt sind. Sie sind, trotz ihrer ungewöhnlichen Farbintensität, ungefährlich, biologisch abbaubar und neigen zudem nicht zur Bioakkumulation. Auch die Verfärbung des Wassers sinkt bei zunehmender Verdünnung sehr schnell unter die Wahrnehmbarkeitsgrenze.


 


Visualisierung von Fließverbindungen
eines Markierungsversuchs im GIS

Die Markierungsversuche werden am LGRB zentral in einer Datenbank archiviert. Im Geographischen Informationssystem können die Datenbankinhalte mit Hilfe von speziellen Applikationen recherchiert und visualisiert werden.


Als Beispiel ist die Visualisierung der Fließverbindungen von der Eingabestelle zu den verschiedenen Beobachtungsstellen eines ausgewählten Markierungsversuchs im Oberen Muschelkalk im Enzkreis dargestellt.