Regierungspräsidium Freiburg Landesamt für Geologie, Rohstoffe www.lgrb-bw.de | 04.12.2022
Logo LGRB

Rohstoffkonzept

Ein „Konzept zur Sicherung oberflächennaher Rohstoffe und zur Ordnung des Abbaus", auch als Rohstoffsicherungskonzept (RSK) bekannt, wurde bereits 1982 auf ministerieller Ebene erarbeitet und von der Landesregierung beschlossen. Das RSK ist u. a. Arbeitsgrundlage des LGRB, welches innerhalb des Konzepts die Aufgabe hat, mit der Erkundung und Bewertung der Rohstoffvorkommen die fachlichen Voraussetzungen für die Ausweisung von Sicherungs- und Vorrangbereichen zu liefern. Die Arbeiten zur Rohstoffsicherung lassen sich in einen fachlichen (A) und einen planerischen Teil (B) untergliedern.

 

Der fachliche Teil umfasst vor allem die rohstoffgeologische Erkundung, Abgrenzung, Bewertung und Beschreibung wertvoller Vorkommen oberflächennaher mineralischer Rohstoffe durch das LGRB (Leiber et al. 1993, Werner 2000 a, b, 2001) und die Beratung der Regionalplanung und der Firmen der Rohstoffindustrie. Seit 1989 verfügt das LGRB über die personelle Ausstattung, um nach Erkundungsarbeiten (Spezialkartierungen, Bohrungen bis ca. 250 m Tiefe, geophysikalische Erkundung, Geochemie) landesweit Rohstoffkarten erstellen zu können.

 

Die 2. Stufe des Rohstoffsicherungskonzepts (RSK 2) wurde im März 2004 vom Kabinett verabschiedet. Ihr Ziel war es, neben einer Fortführung der Erkundung und Kartierung auch die verstärkte fachliche Beratung der Genehmigungsbehörden und der Aufbau von Datenbankstrukturen, die einen besseren Wissenstransfer innerhalb der Landesverwaltung ermöglichen sollen ("Rohstoffsicherungskonzept Stufe 2").

 

Im September 2021 wurde als Fortschreibung der Rohstoffstrategie des Landes das Konzept „Nachhaltige Nutzung mineralischer Rohstoffe in Baden-Württemberg“ veröfffentlicht. Das Konzept ist in die Themenbereiche „Ressourceneffizienz, Recycling und Substitution“, „Nachhaltige Sicherung der Rohstoffversorgung auch für zukünftige Generationen“, „Nachhaltige und ressourcenschonende Rohstoffgewinnung“, und „Kooperation und Kommunikation“ gegliedert. Ausgehend von Leitlinien werden Rahmenbedingungen, Entwicklungen sowie Herausforderungen in den jeweiligen Bereichen dargestellt. Über die Definition von Maßnahmen soll die künftige Rohstoffpolitik des Landes im Sinne der Ergebnisse des Konzepts nachhaltig gesteuert werden:

 

Nachhaltige Nutzung mineralischer Rohstoffe in Baden-Württemberg (2021)