Zwei neue Erdbebenmessstationen in Betrieb genommen

Der Landeserdbebendienst (Ref. 98 des RPF) hat sein Messnetz zur Erdbebenüberwachung des Landes erweitert: im Juni 2026 wurde die Messstation mit dem internationalen Kürzel BADE in Badenweiler im Lkrs. Breisgau-Hochschwarzwald eingerichtet. Damit verstärkt sie insbesondere die Erdbebenüberwachung des südlichen Oberrheingebiets. Im Juli 2026 wurde die Messstation mit dem internationalen Kürzel HSND zur Erdbebendetektion und zur Starkbebenerfassung (sog. Hybridmessstation) in Trochtelfingen im Lkrs. Reutlingen in Betrieb genommen. Einerseits soll sie die Detektion auch kleiner Erdbeben im Zollernalbgebiet verbessern, andererseits ergänzt sie das Starkbebenmessnetz in der Umgebung der erdbebenträchtigen Albstadt-Scherzone.

Beide Stationen wurden zur bestmöglichen Ankopplung an den Untergrund auf den Fundamenten stillgelegter Wasserhochbehälter platziert. Die Daten, die die jeweiligen Seismometer aufzeichnen, werden in Echtzeit via Mobilfunk an die Zentrale in Freiburg übertragen und dort ausgewertet.

Eine Übersicht der Erdbebenmessstationen in Baden-Württemberg mit weiteren Informationen bietet der LGRB-Kartenviewer.

(Stand der Meldung: 27.07.2026)

Der Wasserhochbehälter in Trochtelfingen-Hausen, der die neue Erdbebenmessstation HSND beherbergt